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Teylor AG

Wie Teylor 47 Policen über drei Länder hinweg verwaltet

Branche
Fintech (KMU-Kreditvergabe)
Mitarbeitende
50-100
Land
CH
47Policen verwaltet
12Stunden gespart pro Monat
3Länder abgedeckt
DE/FR/ENSprachen

Die Teylor AG ist ein Schweizer Fintech, das Kredite an kleine und mittlere Unternehmen vergibt. Das Portfolio bewegt sich zwischen einer Zentrale in Zürich, einer Vertriebspräsenz in Genf und einer Niederlassung in Düsseldorf. Versicherung war für die Compliance-Verantwortliche bis Anfang 2026 ein Thema, das vor allem zwei Mal im Jahr auftauchte: bei der Erneuerung und bei einem Investorenupdate. Das ging gut, solange niemand genauer hinsah.

Der Auslöser war ein interner Audit. Die jährliche Aufstellung dauerte zwei Tage, und am Ende fand sich eine Lücke: eine Cyber-Police war zwei Monate zuvor abgelaufen, ohne dass die Verlängerung ausgelöst worden war. Es war nichts passiert. Die Erkenntnis war trotzdem unangenehm. Die Lücke wäre nicht abgelaufen, hätte das Portfolio in einer Form vorgelegen, in der man es überschauen kann.

Wir hatten die Information. Wir hatten sie nur in einem Format, das die Frage nicht beantworten konnte.

Compliance-Lead, Teylor AG

Was sich geändert hat

Im Mai 2026 wurde Aegis bei Teylor eingeführt. Alle 47 bestehenden Policen sind über den Slack-Ingestionspfad ins Register gekommen. Die Extraktion verarbeitet PDFs auf Deutsch, Französisch und Englisch in derselben Form. Die Felder mit niedriger Konfidenz wurden in einer einzigen Sitzung durchgegangen. Der Verlängerungsradar zeigt seither, was in den nächsten 60 und 30 Tagen ansteht; abgelaufene Policen sind sichtbar, sobald sie es sind.

Die monatliche Routine hat sich verschoben. Statt sich durch ein Spreadsheet zu arbeiten, schaut die Compliance-Verantwortliche einmal pro Monat ins Register, prüft die Verlängerungsspalte und die "Prüfung offen"-Spalte und ist nach 15 Minuten fertig. Bei der nächsten Mehr-Entitäten-Aufstellung war die Vorbereitungszeit nicht mehr Tage, sondern Stunden.

Was wir gelernt haben

Was wir an Teylor besonders schätzen, ist die Disziplin in der Spracharbeit. Die Teams in den drei Ländern führen ihre eigenen Korrespondenzen in der jeweiligen Landessprache; das Register liest sie alle in einer einzigen Form. Das wäre ohne strukturierte Extraktion entweder unmöglich oder fehleranfällig.

Das zweite ist die Audit-Spur. Jede Änderung im Register ist nachvollzieh- bar, jeder Lese-Zugriff auf einen Policendetail protokolliert. Für die FINMA-nahe Haltung, die Teylor ohnehin pflegen muss, ist das eine Voraussetzung; im Alltag ist es vor allem eine Selbstverständlichkeit, die nie auffällt, bis sie gebraucht wird.

Die Cyber-Police ist heute aktiv. Es war nichts passiert, das die Lücke relevant gemacht hätte. Was sich verändert hat, ist die Frage: nicht ob es gut gegangen wäre, sondern wann es das nächste Mal hätte schlechter laufen können.

Wie Teylor 47 Policen über drei Länder hinweg verwaltet