Willkommen bei Aegis
Warum wir ein Werkzeug für die Versicherungen kleiner und mittlerer Unternehmen bauen, und was sich dadurch ändert.
Von patrick
Aegis ist als Auditprodukt aus einer konkreten Geschichte entstanden. Die Compliance-Verantwortliche bei Teylor hatte den jährlichen Versicherungsabgleich vor sich: ein geteiltes Laufwerk, in dem sich PDFs seit der Gründung ansammeln, ein Spreadsheet, das jemand vor zwei Jahren angelegt hatte, eine Reihe von E-Mail-Verläufen mit drei verschiedenen Maklern. Sie öffnete jede Datei, suchte nach Versicherungssumme und Verlängerungsdatum, übertrug sie ins Spreadsheet, und nach zwei Tagen war eine Tatsache klar: eine Cyber-Police war zwei Monate zuvor abgelaufen, ohne dass es jemand bemerkt hatte.
Das ist die Sorte Befund, die in einem kleinen Unternehmen keine Folgen hat, solange nichts passiert. Dass nichts passiert war, war Glück. Die eigentliche Frage stellte sich erst danach: warum braucht es zwei Tage manueller Arbeit, um eine Lücke sichtbar zu machen, die ein Programm in einer Minute findet, sobald die Daten in einer einzigen Form vorliegen?
Bei den ersten Gesprächen mit anderen Office-Management- und CFO-Teams hörten wir dieselbe Geschichte mit anderen Details. Eine Holding mit elf Tochtergesell- schaften, die nicht sagen konnte, welche Cyberdeckung in Polen aktiv war. Ein Treuhänder, der dreissig Mandanten betreute und für jeden eine eigene Excel- Datei pflegte. Eine Anwaltskanzlei, die bei einem Mergerprozess feststellte, dass die Vermögensschadenhaftpflicht von zwei Verlängerungen her veraltet war. In jedem Fall lag das Problem nicht in den Policen, sondern in der fehlenden Lesbarkeit des Portfolios.
Aegis tut genau das. Eine Police wird hochgeladen oder per Slack weiterge- leitet. Ein mehrstufiges Extraktionsmodell liest das PDF, schreibt eine strukturierte Police mit Konfidenzbewertung pro Feld, und sie steht im Register: sortier-, filter- und prüfbar. Verlängerungen werden automatisch mit Sechzig- und Dreissigtagefenstern markiert. Mehrere Entitäten gruppieren sich nach juristischer Einheit. Jeder Lese- und Schreibzugriff wird protokol- liert. Fragen über das Register stützen sich auf belegte Quellen und nennen das Dokument und die Seitenzahl. Das Modell verweigert lieber, als zu raten.
Was sich dadurch ändert, ist nicht spektakulär. Niemand wird durch ein Versicherungsregister schneller wachsen oder günstiger einkaufen. Was sich ändert, ist die Zahl der Tage, die zwischen einer relevanten Lücke und ihrer Sichtbarkeit liegen. Bei Teylor sind das heute Stunden statt Tage. Das ist die Sorte Veränderung, die in einem Audit erst auffällt, wenn man sie zurück- fragt, und die ihren Wert dann gerade nicht im Spreadsheet beweisen muss.
Wir bauen Aegis für Teams, die Versicherung als Bestandsgrösse behandeln, nicht als Korrespondenz. Wenn Sie eine ähnliche Geschichte haben, schreiben Sie uns.